Bye Bye 2015!

Was? 2015 ist schon wieder vorbei? Wahnsinn, was in den vergangenen 365 Tagen bei mir los war! In der Fotografie garnicht so viel, dafür aber wirklich wirklich wiiiiirklich so einiges rundherum! Kommt mit mir auf einen “Schnell”durchgang durch mein zweitausendfünfzehn… Am besten holt ihr noch ne heiße Schokolade und wickelt euch in eine Kuscheldecke ein – es wird ein bisschen länger! Und wenn ihr wollt, könnt ihr gleich mal währenddessen mein 2015-Lied anhören: Cro mit seiner Unplugged-Version von Bye Bye. Warum genau das, erfahrt ihr gleich…

 

 

Tja, wie gesagt. Fotografisch gesehen war dieses Jahr glaube ich garnicht so viel los wie 2014. Das hatte auch seine Gründe, in die ich das Jahr theoretisch auch etappenweise einteilen könnte: Vor der Abschlussprüfung, nach der Abschlussprüfung bzw. vor dem Neuanfang und die Zeit danach. Achterbahnfahrt sozusagen. Oder: vor dem Unfall und nach dem Unfall. Aber alles nacheinander…

 

Angefangen hat es schonmal sehr schön! Ich hab nach drei Jahren wieder angefangen zu reiten und passend dazu war das erste Shooting dieses Jahr mit Katja und Twister. Im Schnee. Und das Zweite dann gleich nochmal Frau Schleicher für ihren Teil der Website. Im Februar ging es weiter mit einem Familienshooting der besonderen Art: Elena, ihres Zeichens selbst Fotografin aus der Nähe von Würzburg, kam samt Babybauch und Familie nach Eggolsheim gefahren, um sich von mir fotografieren zu lassen. Ihr glaubt nicht, wie geehrt ich mich fühlte und gleichzeitig mega aufgeregt war – immerhin hatte ich vorher glaube ich noch nie ne andere Fotografin abgelichtet… Und eine Woche später stand das nächste Babybauchshooting auf dem Plan – diesmal mit Daniela und Matthias, deren Hochzeit ich bereits 2014 begleiten durfte. Ich war damals auch übrigens eine der Wenigen im Bunde, die schon wussten, dass in Danis Bäuchlein was wächst! Am gleichen Tag (und das kommt echt selten vor, dass ich zwei Shootings auf einen Tag lege…) ging es dann noch mit Elena und Markus für ein schönes Paarshooting auf die verschneite Streitburg. Elena war bereits 2014 für ein Portraitshooting bei mir und im Winter stand dann das Paarshooting mit ihrem Freund auf dem Plan.

 

Schon nähern wir uns dem Ende des ersten Abschnitts, denn die Vorbereitung auf meine Abschlussprüfung näherte sich. Vorher gab es noch eine große Hürde zu meistern: Die Mitarbeiterfotos für Holzbau Blümlein. Ich. Die, die keine Männer fotografieren kann. Die härtesten Männer der Stadt vor meiner Kamera. Na das konnte ja was werden! Ging dann aber… hab nämlich den Grund gefunden, wieso das sonst immer so blöd aussah: Männer in ne Blumenwiese zu setzen und posieren zu lassen ist einfach keine gute Idee! In der passenden Umgebung hats dann nämlich auch geklappt und ich konnte glücklich und zufrieden in meine Prüfungsvorbereitung starten. Was? Prüfungsvorbereitung heißt lernen? Hm, ja… wusste ich eigentlich. Hab ich aber nicht gemacht, sondern mir lieber ein Pferd (als Reitbeteiligung oder auch ein bisschen mehr) angelacht und dann die ganze Zeit im Stall verbracht. Oder beim Gossip Girl schauen – die kompletten sechs Staffeln zum zweiten Mal. Oder schlafen. Oooooder auch nen Selfiestick kaufen und damit die Zeit vertreiben. Aber lernen? Nö, hab ich mir nur eingeredet! Hab dann auch im Frühjahr nen Baum gefunden, der umgefallen war, aber dennoch blühte. Den konnte ich nicht einfach unbeachtet lassen und hab deswegen kurz auf Facebook nen Aufruf gestartet. Am nächsten Tag stand dann auch schon Melisa auf der Matte, um diese einmalige Location zu nutzen. Meeeegaaaaaschön!!

 

Okay gut, genug fotografiert! Weiter gings mit lernen. Diesmal wirklich – übers iPad nämlich. In der Mittagspause beim Sushi-Essen, zuhause im Bett (vor und nach den dringenden Powernaps), habs sogar mit in den Stall genommen – aber nie reingeschaut. Bis Anfang Mai war ich wohl ein unerträgliches Nervenbündel aufgrund meiner Prüfungsangst. Meine Eltern und mein Bruder haben mich an zwei Tagen bis nach Bayreuth gekarrt und gewartet, während ich in der IHK mein Wissen aufschrieb. Sätze wie “Du kannst da nicht alleine fahren! Ich hab da zu viel Angst, dass du einfach auf der Autobahn rechts ran fährst, um zu weinen und dann deine Prüfung verpasst!” waren an der Tagesordnung. Irgendwann danach meinte Mama zu mir “Wenn das noch länger gedauert hätte, hätt ich dich rausgeschmissen”…

 

Aber hey – kaum war die Prüfung rum, gings wieder los: Paarshootings, Freundinnenshootings, Pferd-Mensch-Paare, eigene Projekte… Der Sommer voller toller neuer Menschen, die mich auf Trab hielten und glücklich machten. Ich hatte zwei wunderbare Brautpaare (meine letzten Hochzeitsreportagen!) an zwei Wochenenden hintereinander mit jeweils wirklich perfektem Reportagewetter. Im Juni ging es dann ne Woche in den Urlaub ins Berchtesgadener Land. Diese Gegend ist so wunderwunderwunderschön! Ich kann euch allen nur ans Herz legen, dringend den Obersee zu besuchen! Am besten nicht mit so ner Motztrulla wie mir (Ich setz mich beim Wandern auch gern mal in den Wald und lass die anderen weiterlaufen, wenn mir das Jammern zu blöd wird. Hab dann halt auf die gewartet, bis sie zurückkamen und währenddessen mit Mama telefoniert “Und, wo bist du gerade?” – “Äh, keine Ahnung. Irgendwo zwischen Watzmann und Königssee im Wald und ich hab auch keine Ahnung, wo die anderen beiden sind” – hat sie nicht sonderlich beruhigt…), sondern mit engagierten Wanderern, denen das auch Spaß macht. Dann ist der Weg vom einen Ende des Obersees zum anderen Ende bei der Alm auch nicht so schlimm… Aber immerhin wars schön. Auch oben beim Kehlsteinhaus – die Aussicht ist der Wahnsinn! Habs dann nachts auch mal mit Langzeitbelichtung und dem Sternenhimmel versucht und bin kläglich gescheitert. Weiß jetzt halt, wo meine Stärken und Schwächen liegen…

 

So, kaum zurück vom Urlaub in der Arbeit war die dann für mich auch vorbei. Hab meine Prüfungsergebnisse bekommen, bestanden und aufgehört zu arbeiten. Also nicht komplett – es war dann mehr Zeit für Fotos und das Pferd und vor allem das Annafest. Also war ungefähr jeder Julitag so: aufstehen, in den Stall fahren, heimgehen, duschen, shooten. Manchmal gabs auch kein shooten, aber dafür jeden Tag reiten. Hab das Fotografieren auch mal mit dem Pferd verbunden: Ein After-Wedding-Shooting neben der Pferdekoppel oder ein Portraitshooting mit der Nachbarin und danach gemeinsam noch Abendessen verfüttern. Und ich war auf noch einer Hochzeit: Diesmal als Gast. Und hab mich vorher dann auch mal von Katja stylen lassen. Seitdem kann ichs nur noch mehr jedem empfehlen! Das Gefühl ist einfach so viel besser, wenn man das nicht selbst macht, sondern sich Hilfe von jemandem Professionellem holt.

 

So, wir nähern uns dem 2015-Highlight: Das Annafest rückte näher und mein fester Vorsatz war Alladooch Annafest… Wann, wenn nicht dieses Jahr? Nehm in der Woche ja auch nie Shootingtermine an, um meinen Vorsatz endlich mal zu schaffen und war auch ganz gut dabei. Vier Tage waren schonmal geschafft, doch dann kam der 28. Juli. “Also Mama – tschau! Ich geh in den Stall, der Hufschmied kommt…”, steig ins Auto und fahr los. Meine bekannte Strecke – war die ja in der Zeit täglich gefahren. Manchmal auch mehrmals. Auf einmal hatte ich meine geliebte silberne Omakutsche nicht mehr im Griff und alles ging zu schnell, um richtig zu reagieren: ich überschlug mich mit meinem BMW auf dem Weg zum Stall, landete auf vier Rädern wieder auf der Straße und konnte glücklicherweise sofort aussteigen und Hilfe rufen. Und die ankommenden Autos warnen, bevor sie in meines reinkrachen… Mein Dauer-Ohrwurm “Bye Bye” lief während des ganzen Szenarios weiter, weswegen mir das Lied jetzt auch ein bisschen mehr bedeutet. Mir ist abgesehen von einem Schleudertrauma und zwei Mini-Kratzern absolut nichts passiert. Ja, den Tag vergess ich so schnell nicht mehr und werd jetzt auch jedes Jahr am 28. Juli meinen zweiten Geburtstag feiern. Es bleibt nur so viel zu sagen: Ich hatte mehr als eine Hand voll Schutzengel! Annafest war dann auch erstmal gegessen. Für meine eigentlich letzte Hochzeit vier danke ich Frau Herz, die, nachdem sie es erfahren hat, sich um einen perfekten Ersatz kümmerte: Die liebe Alexandra Merz sprang megaspontan ein und fotografierte die Traumhochzeit von Julia und Martin. Danke dir nochmal von Herzem!!

 

Dadurch, dass mir wirklich nichts weiter passiert war, konnte ich im August auch direkt losstarten: jeden Tag ein Shooting! Und ich muss feststellen: Ich hab nur eines gebloggt?! Was ist da los? Da gibts definitiv Nachholbedarf! Größtenteils standen im August also Paare vor meiner Kamera, es gab aber auch ein wunderbares Mensch-Pferd-Paar, ein Geschwistershooting, ein Freundinnen- und zwei tolle Portraitshootings, weil zwei Paarshootings wegen Regen abgesagt wurden. Katja hat dann in der Stadt und an den Weihern bewiesen, dass Regenwetter kein Grund ist, sich vor seinem Shooting zu drücken. Und Anja hats ihr dann im Steinbruch gleich spontan nachgemacht, als ich auf Facebook schrieb, dass ein Termin frei wurde… Nach dem heftigen ersten Teil des Augusts gings für mich gleich nochmal weg: 10 Tage Zeltlager mit 800 Leuten auf einem tollen Lagerplatz in Mittelfranken. Umgeben von vielen liebgewonnenen Menschen konnte ich nochmal raus aus dem Alltag, bevor sich so vieles änderte. Gerade zwei Stunden vom Lager zurück hatte ich schon wieder ein Shooting: Elena, Michael und Tim aus dem Januar kamen mich wieder besuchen – diesmal mit Martha, die im Winter noch in Mama’s Bauch war.

 

Und dann kam die nächste Pause für die Fotografie… Im September begann meine neue Arbeitsstelle, ich zog in meine erste eigene Wohnung und es war sooooo viel neu, an was ich mich erstmal gewöhnen musste. Sachen aufbauen, aufräumen, einrichten. Da blieb keine Zeit für Kundenshootings, wenngleich ichs auch vermisste. Nach meinem Unfall sehe ich die Welt nun auch anders, was sich im September dann gleich auswirkte: ich gab meine Position als Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im THW Forchheim auf. Und im Oktober dann auch die Reitbeteiligung auf Kajal. Das hatte alles viele verschiedene Gründe, war in dem Moment aber einfach besser für mich und alle anderen.

 

Erst Ende Oktober ging es wieder los mit dem Fotografieren, allerdings dann auch nurnoch sporadisch. Klar – der Sommer ist die Hochsaison und der war im Oktober dann auch vorbei. Es standen noch ein paar Familienshootings auf dem Plan, die ich hier zwar nicht zeige, aber natürlich nicht weniger wert sind. Das erste Shooting war für mich aber ganz besonders: Anna bei mir im Wohnzimmer. Die Frau kann machen, was sie will und ich bin verzaubert von ihr! (Küsschen an dich, Liebes <3) Aus diesem Nachmittag heraus entstand dann auch ein neues Shootingpaket, welches ihr nun buchen könnt. Und seit ich nun hier in Forchheim wohne, finden immer mehr Termine einfach in der Innenstadt statt. Die ist so schön abwechslungsreich und dient perfekt als Location für eure Bilder! Ihr wollt Beweise? Schaut euch die Fotos von Alexandra oder auch das Paarshooting von Steffi & Chris an!

 

Ist jetzt ganz schön lang geworden! 2015 war für mich aber auch ganz schön aufregend und ne ziemliche Achterbahnfahrt… Jetzt aber genug geschrieben und ich zeige euch meinen Jahresrückblick für die Augen! Vielen Dank fürs Lesen und viel Spaß damit! :*