Katja im Regen | Teil 1

Ich liebe es, die verschiedensten Typen von Menschen zu fotografieren. Die großen, die kleinen, die brünetten und blonden. Mädels alleine oder auch mit ihren Partnern. Mittlerweile hab ich es sogar langsam raus, Männer zu fotografieren – aber wirklich nur ganz langsam! Die schönsten Shootings sind aber – und ich hoffe, dass mir das niemand übel nehmen mag – mit den Menschen, die mir nahe stehen. Mit meinen Freunden. Die werden sowieso ständig mit meinen Bildern belästigt. Die kennen mich. Und verstehen mich. Fast blind sogar.

Ein verregneter August-Sonntag. Das geplante Freundinnen-Shooting wurde wegen Regen abgesagt. Es mag eben nicht jeder diese Regenstimmung. Für mich bräuchte die Sonne nie scheinen. Vielleicht mal abends, so zehn Minuten vor Sonnenuntergang. Ansonsten darf die sich ruhig hinter ihren Wolken verstecken. Da spielt sie dann die Rolle eines natürlichen Diffusors und es gibt keine unschönen Schatten im Gesicht. Also wollte ich bei diesem Wetter uuunbedingt Bilder machen.

Katja hatte noch nichts vor und schwupp waren schon zwei Outfits geplant und rausgelegt, die Haare eingedreht, das Make-Up aufgetragen und wir standen in Forchheim. Während eines kleinen Spaziergangs durch die Innenstadt entstanden so viele tolle Bilder. Katja weiß einfach, wie sie wirken will und sprudelt vor Ideen. Natürlich hingen auch einige Blicke der Forchheimer an uns, als wir in der Hauptstraße am Eiscafé vorbeikamen. Wir sind hier einfach ein wenig konventionell und man trägt hier nicht so oft dunkle Hüte und Lederjacken zu verspielten Röcken. Das ist aber Katja.

Und, macht Regenstimmung schöne Bilder kaputt? Ich finde nicht!